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Rote Linien #1

Pünktlich zum 1. Mai ist die erste Ausgabe der „Roten Linien“, unserer neuen kommunistischen Stadtzeitung für Tübingen und Reutlingen erschienen. Unter folgendem Link lässt sich die aktuelle Ausgabe als pdf herunterladen: www.rotelinien.blogsport.de

8. Mai // 70 Jahre Tag der Befreiung

Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf des Tübinger „8. Mai-Bündnisses“ zu den Aktivitäten rund um den Tag der Befreiung:

»Von Deutschland soll nie wieder Krieg ausgehen!« – Das war die wichtigste Lehre nach der Befreiung von Krieg und Faschismus am 8./9. Mai vor 70 Jahren. Bis heute ist diese Überzeugung in der großen Mehrheit der Bevölkerung verwurzelt.

Der Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe der kriegführenden Länder stellt einen Bruch mit dem Nachkriegskonsens »Es soll nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen« als wichtigste Lehre der Geschichte dar. Die Bereitschaft, »deutsche Interessen« erneut mit militärischen Mitteln durchzusetzen, ist gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung in Regierung und Bundestag wieder politische Praxis geworden. Längst gehen wieder deutsche Waffen und zunehmend auch deutsche Truppen in alle Kriegs- und Konfliktgebiete der Welt.

Baden-Württemberg und seine Landeshauptstadt Stuttgart sind heute wichtige Zentren für Kriegsvorbereitung, Kriegsführung, Rüstungsproduktion und Rüstungsexport.

Am 8. Mai wollen wir vor allem an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Krieg, Elend und Unterdrückung erinnern und dies als Impuls nehmen, weiter an der Schaffung einer Welt des Friedens und der Freiheit zu arbeiten.

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Mit diesem Aufruf laden 17 Initiativen und Organisationen zur Teilnahme an den Aktionen und Veranstaltungen in Tübingen zum 70. Jahrestag des Tages der Befreiung am 8. Mai 2015 ein:

15 Uhr Gedenken am Gräberfeld X Stadtfriedhof (Gesellschaft Kultur des Friedens)

16.30 Uhr Demonstration ab Europaplatz (OTFR, SDAJ)

17 Uhr Kundgebung auf dem Holzmarkt mit einem Redebeitrag von Pfarrerin Bärbel Danner und weiteren Reden, dem Musiker Peter Weiß, der Gruppe Klezmob und dem Ernst-Bloch-Chor (Bündnis 8. Mai).

Im Anschluß Gedenken an den Flüchtling Pouryazdani, Platz hinter der Stiftskirche (Kultur des Friedens).

20 Uhr Veranstaltung mit dem ehemaligen UN-Beauftragten Hans von Sponeck, Schlatterhaus (Kultur des Friedens).

20 Uhr Gedenken an Mieciu Langer mit dem Film über ein Zeitzeugengespräch, franz.K Reutlingen (VVN-BdA, Rosa-Luxemburg-Stiftung, franz.K, Jugendzentrum Kulturschock Zelle).

Im Bündnis 8. Mai arbeiten mit:
DGB AK Tübingen, Friedensplenum-Antikriegsbündnis, VVN-Bund der Antifaschisten VVN-BdA, Mahnwache für den Frieden, Pax Christi, SDAJ, Gesellschaft Kultur des Friedens, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen DFG-VK, Informationsstelle Militarisierung (IMI), Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus (OTFR), Gruppe ZAK, Antifa (Aufbau), Die Linke, DKP, Frauenverband Courage, Naturfreunde, Förderverein für jüdische Kultur Tübingen.

Für das Bündnis 8. Mai

Gisela Kehrer-Bleicher (Friedensplenum-Antikriegsbündnis)
Henning Zierock (Gesellschaft Kultur des Friedens)

DKP und SDAJ in Aktion – Solidarität mit der WMF-Belegschaft in Geislingen!


Am 19. Juli 2014 fand anlässlich der geplanten Streichung mehrerer hundert Arbeitsplätze im Geislinger Werk des Küchengeräteherstellers WMF ein Protesttag statt, zu dem die dortigen Betriebsaktiven und die IG Metall aufgerufen hatten. Mehrere tausend Menschen beteiligten sich an der Kundgebung und einer Menschenkette rund um den Betrieb, so auch wir als SDAJ Gruppe Tübingen. Gemeinsam mit der DIDF Jugend Geislingen protestierten wir gegen die vom amerikanische Finanzinvestor KKR geplante Umstrukturierung des Betriebes, im Zuge derer (vorerst) 700 MitarbeiterInnen entlassen werden sollen. Offensichtlich soll wieder einmal ein rentabler Traditionsbetrieb ausgeschlachtet und finanziell ausgeblutet werden. Wie immer geht es dabei darum, auf dem Rücken der Belegschaft die Profite weiter zu maximieren – doch diese wehrt sich jetzt!

Die Redebeiträge von WMF-MitarbeiterInnen, Vereinen wie DIDF, Parteien und einer kirchlichen Initiative betonten die Notwendigkeit, die bevorstehenden Kämpfe gemeinsam und solidarisch zu führen. Wir verteilten eine gemeinsam mit unseren Genossinnen und Genossen der DKP verfasste Solidaritätserklärung, die bei den Anwesenden auf gute Resonanz stieß. Anschließend interviewten wir ein Mitglied der JAV und einen Auszubildenden des WMF-Werkes zur Lage im Betrieb (siehe Videobericht). Die Jugendlichen befürchten, dass sie als erste und am härtesten von den drohenden Sparmaßnahmen betroffen sein werden. Eine Übernahme nach der Ausbildung ist für die Azubis dann wohl nicht mehr drin – deshalb gilt es jetzt erst recht zu kämpfen!

Insgesamt wurde deutlich, dass unter den Beschäftigten großes Unverständnis über die geplanten Entlassungen herrscht: WMF erwirtschaftet alljährlich Gewinne von 5-7% – nichtsdestotrotz werden hunderte MitarbeiterInnen auf Grund der unersättlichen Profitgier der KKR auf die Straße gesetzt, genau wie es in etlichen anderen Betrieben der Region, die von Investoren ausgeschlachtet werden, der Fall war (z.B. Nogren).

Wir wünschen den Beschäftigten auch weiterhin viel Erfolg für die kommenden Kämpfe – unserer solidarischen Unterstützung können sich die Kolleginnen und Kollegen auch in Zukunft sicher sein!

Auf die Straße am Anti-Kriegstag!

Ankündigungstext des Bündnisses (Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen):

“Krieg beginnt hier – Bekämpfen wir ihn hier!” Unter diesem Motto steht die diesjährige Kundgebung zum Antikriegstag in Tübingen. Ausnahmsweise findet die Kundgebung bereits einen Tag vor dem eigentlichen Antikriegstag statt, nämlich am Samstag, 31. August, um 12 Uhr (mit dem letzten Glockenschlag!) auf dem Holzmarkt. Ein breites Bündnis lädt zur Veranstaltung ein, und viele Gruppen präsentieren sich durch Informationsstände. Am 1. September vor 68 Jahren begann durch den deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg in Europa. Das ist der historische Anlass für den Antikriegstag. Aktuelle Anlässe gibt es leider mehr als genug: Afghanistan, Irak, Syrien, Mali und anderswo – überall sind die westlichen Staaten und die Bundesrepublik beteiligt, mal direkt und mal indirekt. Deutsche Waffen werden nahezu in allen Kriegen eingesetzt. Deshalb lautet eine der Forderungen: “Stoppt die Rüstungsexporte aus Deutschland!”

Die DKP wird mit einem Redebeitrag von Gerhard Bialas vertreten sein.

Linke Kommunalpolitik in Krisenzeiten

Diskussionsveranstaltung der DKP Tübingen

mit Prof. Dr. Georg Fülberth, Marburg

Dienstag 13. Oktober 2009, 19:30 Uhr
Linkes Forum, Am Lustnauer Tor 4 (3. Stock), 72070 Tübingen

Statt eines erwarteten Überschusses von 4 Millionen Euro müsse die Stadt Tübingen mit einem Defizit in der Größenordnung von 5 Millionen rechnen, schrieb das „Schwäbische Tagblatt“ am 24. Juni 2009. Der deutsche Städtetag rechnet für 2010 mit einem Defizit von mehr als zehn Milliarden Euro. Aufgaben wie Kinderbetreuung und Sozialhilfe können nur noch „auf Pump“ finanziert werden. Haushalts- und Stellensperren, Baustopps, Erhöhung der Gewerbe- und Grundsteuer – so lauten die gängigen Antworten. Wie kann aus der Sicht linker Kommunalpolitik, wie sie die DKP befürwortet, auf eine solche Situation reagiert werden? Welche Prioritäten müssen gesetzt werden und wie setzt man das durch? (mehr…)

60 Jahre DDR

Nein zum Vertrag von Lissabon

Am 14. August hat die Europaparlamentarierin und Vizepräsidentin der irischen Sinn Féin die Kampagne ihrer Partei für ein erneutes NEIN zum Lissabon-Vertrag eröffnet.
„Das Nein des irischen Volkes respektieren!“ – fordern in einer gemeinsamen Erklärung die Partei der Arbeit Belgiens, die Deutsche Kommunistische Partei, die Kommunistische Partei Luxemburgs sowie die Neue Kommunistische Partei der Niederlande. (mehr…)