Diskussionsveranstaltung der DKP Tübingen
mit Prof. Dr. Georg Fülberth, Marburg
Dienstag 13. Oktober 2009, 19:30 Uhr
Linkes Forum, Am Lustnauer Tor 4 (3. Stock), 72070 Tübingen
Statt eines erwarteten Überschusses von 4 Millionen Euro müsse die Stadt Tübingen mit einem Defizit in der Größenordnung von 5 Millionen rechnen, schrieb das „Schwäbische Tagblatt“ am 24. Juni 2009. Der deutsche Städtetag rechnet für 2010 mit einem Defizit von mehr als zehn Milliarden Euro. Aufgaben wie Kinderbetreuung und Sozialhilfe können nur noch „auf Pump“ finanziert werden. Haushalts- und Stellensperren, Baustopps, Erhöhung der Gewerbe- und Grundsteuer – so lauten die gängigen Antworten. Wie kann aus der Sicht linker Kommunalpolitik, wie sie die DKP befürwortet, auf eine solche Situation reagiert werden? Welche Prioritäten müssen gesetzt werden und wie setzt man das durch?
Wir haben Georg Fülberth eingeladen, um dazu mal über den Tübinger Tellerrand hinaus zu blicken und Erfahrungen auszutauschen.
Die DKP Tübingen engagiert sich seit den 1970er Jahren stark in der Kommunalpolitik. Bis 1989 kandidierte zum Gemeinderat und Kreistag eine eigene DKP-Liste, die auch Bündnispartner/innen einbezog. Seit 1994 arbeiten DKP-Mitglieder im Personenbündnis „Wählervereinigung Tübinger Linke“ mit. Es errang 2009 in der Listenverbindung mit der Partei DIE LINKE als Offene Liste drei Mandate im Tübinger Gemeinderat. In anderen Städten und Gemeinden, in denen die DKP kommunalpolitisch aktiv ist, kandidiert und agiert sie teilweise eigenständig und überwiegend in Bündnissen.
Georg Fülberth, 70 Jahre alt, Universitätsprofessor im Ruhestand, ist als DKP-Mitglied einer der fünf Stadtverordneten der „Marburger Linken“ (Wahlergebnis 2006: 8,8 %). Im dortigen Stadtparlament ist er Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses und des Bau- und Planungsausschusses. Als namhafter und weit bekannter Politikwissenschaftler und politischer Publizist beschäftigt er sich mit der Theorie und Geschichte des Kapitalismus („Kapitalistik“), der Geschichte der Arbeiterbewegung, der BRD und DDR und der lokalen Zeitgeschichte. Eines seiner letzten Bücher beschäftigt sich ausführlich mit der Vorgeschichte und aktuellen politischen Praxis der Partei DIE LINKE.
Das Flugblatt kann hier heruntergeladen werden.
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